Bouldern

Hintergrundinformation Bouldern – Klettern ohne Absicherung in Absprunghöhe

Der Begriff 'Bouldern' kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet 'kleiner Felsblock'. Beim Bouldern wird ohne Sicherung geklettert, dafür aber nur in Absprunghöhe. Eine Boulderwand ist somit eine Kletterwand, an der ohne Seilsicherung in Absprunghöhe horizontal (also parallel zum Fußboden) geklettert wird. Hier liegt der Reiz in der Aufgabe, eine bestimmte Grifffolge (gekennzeichnet durch Griffe in verschiedenen Farben) zu durchklettern, ohne den Boden zu berühren. 


Diese besondere Form des Kletterns eignet sich für alle Altersgruppen, vom Kindergarten bis zum Erwachsenen, vom Anfänger bis zum Sportkletterer. So eignet sich eine Boulderwand zur Verbesserung des Tretens und Greifens (Hand – Auge Koordination), zur Verbesserung der Wahrnehmung, des Gleichgewichtsgefühls (Gewichtsverlagerung), zum erlernen und üben spezieller Klettertechniken und natürlich einfach nur zum Klettern und somit dem Spaß an der Bewegung. 


Inzwischen hat sich bei den Sportkletterern
daraus eine eigenständige Disziplin entwickelt, die neben den klassischen Bewegungsabläufen des Kletterns das Austüfteln komplizierter Wege in den Vordergrund stellt. Komplexe Einzelzüge und das Überwinden schwieriger Passagen sind hier Kern des Boulderns. Die Sportler konzentrieren sich auf eine Einzellstelle, die ihnen spezielle Bewegungsaufgaben stellt.
So ist Bouldern unter den Sportkletterern mittlerweile
zu einer eigenen Wettkampfdisziplin avanciert.
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Bei der Konzeptionierung einer Boulderanlage im öffentlichen Bereich und im Schul- und Vereinssport sind folgende Rehmenbedingungen zu beachten:

  • Im Sportunterricht sollte nicht über eine Tritthöhe von 2 m geklettert werden. Das bedeutet, dass der höchste Griff einer Boulderwand in einer Höhe von max. 3 m angebracht ist.
  • Boulderwände sind so zu gestalten, dass sie nicht überklettert werden
    können.
  • Von Boulderwänden in stark frequentierten Räumen bzw. Fluren sowie in engen kleinen Verkehrs- und Aufenthaltsräumen ist abzuraten.
  • Der Niedersprungbereich vor der Wand muss eben
    und hindernisfrei sein.
  • Die erreichbaren Tritthöhen bestimmen die Eigenschaften des
    Untergrunds im Niedersprungbereich:
    • Tritthöhe < 0,60 m: Untergrund nicht dämpfend
    (z. B. Asphalt, Steinplatten)
    • Tritthöhe > 0,60 m bis < 1,50 m: ungebundener Untergrund
    (z. B. Rasen)
    • Tritthöhe > 1,50 m bis < 2,00 m: stoßdämpfender Untergrund
    (z.B. Sand, Kies, synthetischer Fallschutz)
  • Der Niedersprungbereich muss mindestens 2 m nach hinten und
    seitlich ausgeweitet sein.
  • Im Bereich der Boulderwand dürfen keine elektrischen Leitungen o.ä.
    als Griff- oder Trittstelle erreichbar sein.
  • Die Boulderwand ist einer regelmäßigen Sicht- und Funktionsprüfung
    (Griffe, Tritte, Untergrund im Niedersprungbereich) zu unterziehen.

Nachfolgend finden Sie eine Broschüre der Unfallkassen zur Thematik 'Klettern in der Schule', welche auch obige Anforderungen beinhaltet.

>> SI_8013 - Klettern in der Schule (pdf 1.3 MB)

Ergänzend hierzu finden Sie eine Übersicht über unterschiedliche Materialen und Rahmenbedingungen hinsichtlich deren Montage. So erfahren Sie etwas über Schütthöhen, Schichtdicken und die jeweils zulässigen Fallhöhen.


Bei Boulderanlagen im Sportkletterbereich ist die Wandgestaltung entsprechend der avisiereten Zielgruppen vorzunehmen. Größe und Gestaltung des Boulderbereiches wiederum sollten in Abhängigkeit mt dem Konzept der Gesamtanlage abgestimmt werden. Häufig werden solche aufwendig gestalteten Anlagen in professionellen (meist kommerziellen) Kletteranlagen eingesetzt.

Grundsätzlich sollten die selben Rahmenbedingungen hinsichtlich Höhe und Niedersprungbereich wie bei den Boulderanlagen im öffentlichen Bereich beachtet werden. Darüber hinaus können jedoch auch andere Rahmenbedingungen mit dem jeweiligen Versicherer abgesprochen werden. So sind auch Boulderwandhöhen mit bis zu 4-4,5 m realisierbar!

Zur Errichtung einer Boulderwand können Griffe direkt auf einer geeigneten Wand montiert werden oder es erfolgt zuvor die Montage eines Paneelensystems, auf welchem dann die Klettergriffe flexibel und einfach angebracht werden können.

Fragen Sie uns. Wir konzeptionieren mit Ihnen zusammen die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Boulderanlage!
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